Wie habt ihr Ostern verbracht?

Ich war in meinem Heimatland in Polen und ehrlich gesagt, könnte ich es mir nicht anders vorstellen. Gerade hier im Kreis meiner Familie und Freunden verbringe ich diese Zeit am liebsten. Was ich am meisten schätze, ist die gemeinsame Zeit in der Küche, wo jeder für etwas anders zuständig ist. An Ostern gibt es bei uns zwar keine großartigen Gerichte, aber trotzdem macht es Spaß. Was essen wir dann?

Am heiligen Ostersonntag besteht das Frühstück in Polen in der Regel aus saurer Suppe, Weißwurst, Eier, Backwaren und Schinken. Immer öfter kann man jedoch außer den traditionalen Gerichten auch etwas Untypisches genießen.

Dieses Jahr habe ich es gewagt, meine Familie mit einem neuen Geschmack zu überraschen und habe eine leckere Pastete vorbereitet. Da ich die Pastete schon selber ausprobiert habe, war ich davon überzeugt, dass es ihnen schmecken wird. Und ich hatte recht, die war nicht lange da  Eigentlich bin ich kein Risiko eingegangen, denn wenn es ihnen nicht geschmeckt hätte, hätte ich die Pastete einfach selber gegessen, weil ich sie so liebe.

Das Rezept fand ich bei Marta Dymek die ihr bereits von meinem letzten Post kennt. Da Marta vegan ist, ist es auch klar, dass die Pastete kaum aus Fleisch bestehen kann. Aber das Tollste ist, es schmeckt trotzdem nach Fleisch und glaub mir es ist nicht nur meine Meinung!  Geil oder?

Falls du darauf auch Lust bekommen hast hier die Zutaten, die Du dazu brauchst

 

Linsenpastete mit Pflaume

 

Zutaten

für eine Backform etwa 20 x 11 cm:

  • 2 Tassen gekochte braune oder grüne Linsen / ca. 200 g trockene Linsen
  • 1 Tasse gekochte Hirse / ca. 100 g trockene Hirse
  • 100 ml Öl
  • 2 Zwiebeln
  • 10 getrocknete Pflaumen
  • 2 – 3 Esslöffel Sojasoße
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Körner Nelkenpfeffer
  • 2 Gewürznelken
  • 1 Wacholder
  • ¾ Teelöffel Majoran
  • ½ Teelöffel Muskatnuss
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • Löffel Öl zum Braten

** da ich neulich keinen Majoran hatte, habe ich ein georgisches Gewürz stattdessen dazu gegeben und weißt du was, das war das Beste, was ich machen konnte. Ich finde, dass gerade das Gewürz den Fleisch-Geschmack noch mehr verstärkt… Also kann ich es Dir nur empfehlen.

 

Zubereitung:     

  1. Zwiebel in Würfel schneiden und in der Zeit das Öl in einer Pfanne erhitzen.
  2. Die Zwiebel mit dem Lorbeerblatt, Gewürznelken und Wacholder dazu geben und auf kleiner Flamme braten bis die Zwiebeln glasig sind, dann die Gewürze entfernen und wegwerfen.  Zwiebeln zusammen mit Hirse, Öl, Sojasauce, einer Prise Salz und den restlichen Gewürzen zu den gekochten Linsen hinzufügen. Mixen mit einem Stabmixer zu einer glatten Masse. Die Backform mit Öl fetten oder mit Backpapier auslegen und ⅔ der Pastete hineingeben. Die Pflaumen vorsichtig in die Masse legen und darauf achten, dass keine Lücken dazwischen sind. Den Rest der Masse einfüllen. Backofen auf 180 Grad aufwärmen, Pastete 40 – 45 Minuten backen und danach abkühlen lassen. Am nächsten Tag die Pastete aus der Form nehmen und servieren.

Tipps:    

  • Wenn die Pastete nach Ablauf der Zeit kein goldenes Oberteil hat, sollte sie für weitere 10 – 15 Minuten gebacken werden.
  • Am besten mit frischem Brot essen – yummy 🙂

Kleine Linsen, große Wirkung

Die Linse ist eine Hülsenfrucht, die bei einer fleischlosen Diät nicht fehlen darf. Sie enthält einen hohen Gehalt an sehr gut aufnehmbaren pflanzlichen Protein. Neben dem hohen Proteingehalt finden wir in Linsen auch Kalium, das unter anderem für die Kontrolle des Blutdrucks und für das reibungslose Funktionieren der Nieren verantwortlich ist. Linsen sind auch eine Quelle für Folsäure und B-Vitamine.

In der Region, in der ich momentan lebe (Baden-Württemberg), sind Linsen vor allem aus einem Gericht bekannt, dessen Name schwäbisch klingt: Linsen-Spätzle. Hier verwendet man meistens grüne Linsen.

Auf dem Markt findest du jedoch fünf Sorten von Linsen: Braun, schwarz, rot, grün, gelb.Ale sind auch unterschiedlich im Einsatz.

Was kannst Du dann mit den verschieden Linsensorten zubereiten?

Da rote und gelbe Linsen beim Kochen ganz schnell matschig werden die perfekte Ergänzung zu Suppen, vor allem Cream-Suppen (Übrigens: Aus roten Linsen mache ich meine Lieblingssuppe). Sehr ausdrucksstarke im Geschmack ist die braune Linse, was eben idealerweise in vegane Pasteten passt. Grüne Linsen verwendet man für verschiedene Brotaufstriche (auch von mir ausprobiertJ) und schwarze Linsen passen hingegen gut zu Gemüsesalaten.

Da man wirklich viele gesunde und nahrhafte Gerichte aus Linsen zubereitet kann, lohnt es sich, sie immer in der Küche zu haben.

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