Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber bei mir ist es so, dass ich ab und zu einfach so gestimmt bin, etwas Asiatisches oder Chinesisches zu essen. Besonders kommt das vor, wenn ich ein paar Tage irgendwie nur mit schwerem und traditionalem Essen zu tun habe… dann betteln meine Geschmacksknospen um einen neuen und intensiven Geschmack…
Sehr oft ist es dann so, dass ich eher in die indische Richtung gehe, aber da ich auch sehr offen für verschiedene Geschmäcker bin, habe ich mich diesmal für etwas anders entschieden und zwar für China-food (BTW ich kann nicht nachvollziehen, wie man jeden Tag immer das gleiche essen kann, wenn die Welt so viele verschieden Möglichkeiten bietet) Ingwer, Soja soße, Kokosmilch … genau das, was ich jetzt brauche.
Ist das nicht schön über Essen eine andere Kultur kennen zu lernen? …Ich finde es voll faszinierend!

Eigentlich sind es keine besonderen Gerichte, aber die Kombi finde ich trotzdem cool.
Deshalb möchte ich euch gerne zeigen, wie man ganz einfach und schnell für einen Augenblick in ein anderes Land reisen kann.
Habt ihr Lust auf diese Reise mit mir?
Dann los geht’s!

Zutaten (für 4-6 Personen)

  • 200 g Shrimps
  • 150g Brokkoli
  • 2 mittel große Karotten
  • je 1 gelbe und rote Paprikaschote
  • 3 Knoblauchzehen, klein gehackt
  • ½ Bund Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 1 Packung chinesische breite Glasnudeln
  • 1 Glas Bambus Schösslinge, abgetropft
  • 1 gelbe Zucchini
  • 1 Packung Shitake-Tung-Koo Pilze / 250 g braune Champignons
  • 3 EL Sesam-Öl
  • 3-4 EL helle Soja Sauce
  • 1-2 EL Austern-Sauce
  • 1 Dose Kokosmilch
  • Curry (je nach dem)
  • ½ China – Würzmischung
  • Zitronensaft

Vorbereitung

 Brokkoli putzen, in kleine Röschen teilen, waschen und in kochendem Salzwasser 2 Minuten köcheln lassen. Mit einem Sieblöffel in eine Schüssel mit eiskalten Wasser legen, danach gut abtropfen lassen. Die chinesischen Glasnudeln im selben Wasser 2-3 Minuten kochen, abschütten, kalt abbrausen und abtropfen lassen. Anschließend mehrmals mit der Küchenschere durchschneiden. Die Shitake-Tung-Koo Pilze ca. 8 Minuten köcheln, abgießen, kalt abbrausen und halbieren. Karotten und Zucchini schälen und in Scheiben schneiden. Paprika putzen und in 3 cm große Würfel schneiden. Shrimps köcheln /grillen lassen.

Zubereitung

 Öl im Wok erhitzen, Knoblauch darin kurz andünsten, sämtliches Gemüse und die Pilze dazugeben und unter ständigem Rühren kurz braten. Mit Austern- und Sojasauce würzen. Shrimps und die abgetropften Glasnudeln unterheben, kurz mitbraten und evtl. nach eigenem Geschmack nachwürzen. Bei mir kam hier noch Kokosmilch und Curry dazu.

Mit Frühlingszwiebeln bestreuen und sofort servieren.

Tipps

  1. Lass dich nicht über die lange Liste der Zutaten abschrecken und entmutigen. Wenn du ein oder mehrere Produkte nicht hast, bedeutet das nicht, dass du auf die Gerichte verzichten musst. Manchmal muss man sich nur etwas einfallen lassen.Also hast du kein Sesam–Öl dann nimm einfach das Öl, das du sonst auch benutzt und zum Schluss bestreue die Gerichte mit Sesam, falls du das gerade zu Hause hast.  Ich habe mich auch nicht auf alle Zutaten konzentriert. Zum Beispiel habe ich anstatt der Packung Shitake-Tung-Koo Pilze, einfach braune Champignons genommen. Da ich  Kokosmilch und Curry liebe, konnte ich mich nicht davon abhalten, diese Produkte auch zu verwenden, obwohl sie nicht in dem Rezept standen. Alles jedoch feinfühlig… Es sollte stets in derselben Richtung bleiben. Rote Beete, zum Beispiel, würde ich hierzu nicht verwenden, obwohl ich die auch liebe.
  2. Da für mich die Shrimps mit Schale am besten schmecken, musste ich einfach die nehmen. Das bedeutet jedoch nicht, dass für euch die normalen ohne Schale nicht in Fragen kommen, obwohl ich sie euch wirklich empfehlen würde.
  3. Ich habe das Gericht auch mit gekochter Hähnchenbrust angerichtet.

 

Neuigkeiten:

 

Du bist, was du isst…..

  • Aus chinesischer Sicht gibt es keine eindeutige Trennung zwischen Arznei- und Lebensmitteln.
  • Die chinesische Küche legt also nicht nur Wert auf Genuss, sondern will auch heilsam sein.
  • Das Essen hat generell einen hohen Stellenwert (Man wünscht sich dort keinen schönen Tag sondern fragt zur Begrüßung: „Hast Du schon gegessen“?)
  • Grundlage der gesunden chinesischen Küche ist der Einsatz frischer Lebensmittel und ein ausgewogenes Verhältnis von Gemüse, Fleisch, und Reis (Anders als bei uns, wo das Fleisch, meistens panierte Schnitzel, oft den Hauptanteil einer Mahlzeit ausmacht und Gemüse, Reis und Kartoffeln zu kleineren Beilagen herabgestuft werden).
  • Im Vordergrund steht Qualität, Geschmack, Geruch und Farbe der Lebensmittel.
  • Alles wird außer frisch, auch fettarm und schonend zubereitet.
  • Nur hochwertige Öle aus Sesam- oder Soja (reich an ungesättigten Fettsäuren) kommen zum Einsatz.
  • Beim Braten im Wok, Blanchieren oder Dampfgaren im Bambuskörbchen bleiben die Nährstoffe besser erhalten als bei Lebensmitteln, die ölgtränkt in der Pfanne erhitzt werden.
  • Frische Kräuter, (statt Maggi oder Fertigsoßen) die dem Körper gut tun werden hier verwendet.
  • Die Chinesen nehmen sich Zeit und zelebrieren ihr Essen gemeinsam, dadurch essen sie bewusster und merken schneller, wann der Körper satt ist (kein Fastfood, keine Eile und keine fertigen Produkte)
  • Zu chinesischem Essen trinkt man traditionell grünen Tee (statt Cola oder Bier), der nicht nur alkoholfrei ist, sondern viele Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe beinhaltet.
  • Mit jedem Stück Gemüse, Fleisch und Reis gewinnt man „Qi“, also Lebensenergie, dazu. Dadurch gibt das chinesische Essen Kraft und hält die Leute im Gleichgewicht.

 

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