Der beste Weg, sich selbst eine Freude zu machen, ist zu versuchen, einem anderen eine Freude zu bereiten
— MARK TWAIN —

Hättest du irgendwas von einem großen Erfolg, wenn du diesen ganz alleine und von niemanden bemerkt feiern müsstest? Wohl kaum. Nicht nur dann, wenn wir trauern, sondern auch, wenn wir jubilieren, tun wir das am liebsten gemeinsam mit anderen oder? Ich denke von dieser Erkenntnis ist es ein kleiner Schritt zum Vorsatz, seinen Freunden, Kollegen oder Familienangehörigen öfter eine Freude zu machen. Und ich habe beschlossen euch auch eine Freude zu bereiten. Deshalb habe ich mich für den Blog entschieden.

Ob ich mein Ziel erreiche, das weiß ich selbstverständlich nicht. Aber ich bin mir sicher, dass jeder Erfolg eine leidenschaftliche Neugier braucht, die ich habe und das ausgerechnet in diesem Bereich! Natürlich war das für mich nicht immer klar. Bevor ich das bei mir entdeckt habe, war ich lange auf der Suche nach meinem ICH. Warum habe ich eigentlich diese Wanderung angefangen?

Als ich 2013 nach Deutschland kam, hatte ich natürlich meine Ziele.

Die habe ich alle erreichen, aber wie geht es weiter? In dem Moment war mir klar. Eine Krise klopfte an meine Tür an. Ob das eine Identitätskrise war, weiß ich nicht. Auf jeden Fall wusste ich, dass ich meine Zähne zusammenbeißen muss und diese Zeit durchhalten. Du willst doch diese Krise nicht an dich heranlassen! Ich dachte dann: „Du musst dir etwas vornehmen und dir die Zeit mit einem Hobby vertreiben.“  So kam in mir eine Enttäuschung auf. Ich habe doch nur Pflichten und eigentlich nichts, was mir Spaß bereitet…

Was ist meine Passion? Lange dachte ich, ich hätte keine besondere Vorliebe, die auch meine besonderen  Fähigkeiten zeigt… Diese Überzeugung hatte ich, bis mein Mann sagte „Jagoda du hast bestimmt viele Passionen und Fähigkeiten, du hattest nur keine Zeit die zu entdecken… „

Nach dem ich das Gespräch mit ihm beendete, machte ich mir viele Gedanken. Endlich stellte ich fest: Ja, er hatte vollkommen Recht. Ich hatte keine Zeit dafür. Natürlich nur theoretisch, weil ich mich praktisch nicht über zu wenig Zeit beklagen konnte. Ich konnte nur bedauern, dass ich die Zeit nicht besser ausnutzte. Leider lag das nicht an mir. Ich möchte nicht zu viel davon erzählen,  ich kann nur sagen, dass ich nicht auf Rosen gebettet bin. Und statt mich auf mich selbst zu konzentrieren, schenkte ich die Aufmerksamkeit meiner Familie. Die waren damals für mich am Wichtigsten. Deshalb habe ich nicht bemerkt, dass ich in meinem Leben noch etwas brauche. Meine Gedanken drehten sich rund um meine Mutter und Brüder. So musste es einfach sein. Die Hauptsache ist, dass sie jetzt glücklich sind.

Dann kam diese Zeit in Deutschland. Ich wollte unbedingt meine Deutschkenntnisse und mein Lebensniveau verbessern und gleichzeitig meine verlorene Zeit nachholen. Aber alles auf einmal hat mich natürlich überfordert. Dazu waren meine Familie und meine Freunde alle ganz weit weg. Neue Freundschaften in Deutschland zu schließen, war auch eine Herausforderung. Ich konnte nur mit meinem Mann (damals noch mein Freund) über alles sprechen, aber wie oft konnte er mir zuhören… Dann habe ich bemerkt, dass etwas in meinem Leben fehlt. Ich hatte eigentlich alles in Ordnung gebracht. Trotzdem war ich nicht zufrieden.

Damit ich meinen eigenen Weg finde, beschloss ich, meine Vorliebe zu entdecken.

So habe ich mein eigenes Leben einer Analyse unterzogen. Vor allem überprüfte ich noch einmal, wie es mit meinem Interesse für die Dinge aussieht, mit denen ich mich täglich beschäftigte. Sind das wirklich die Themen und Aktivitäten, an denen mein Herz hängt? Die Antwort lautete JA. Kurz und grob:

  • Ernährung spielt für mich eine große Rolle.
  • Mit Leichtigkeit verbinde ich verschiedene Gewürze und erfinde damit neue Gerichte.
  • In der Küche verliere ich das Zeitgefühl.
  • Ich genieße mein Essen.
  • An Bildern von meinen Gerichten erfreuen sich meine Augen.
  • Ich mache Diätplane für meinen Mann, bevor er Wettkämpfe hat. (Seine Ergebnisse wurden verbessern) und das macht mir wirklich Spaß
  • Ich habe es immer gemocht, etwas zu berichten und zu schreiben (damals auch mein Nebenjob).
  • Außerdem kenne ich mich gut mit Mode aus.
  • Ich habe eine große Vorliebe für Reisen.
  • In meiner Freizeit treibe ich sehr gerne Sport und greife zu Büchern rund um das Thema gesunde Ernährung, Psychologie und Couching.

JAAA, ich mache das alles leidenschaftlich.

Warum sollte ich das dann nicht alles zusammenfassen und euch ein paar Tipps geben? Ich muss mich nur trauen den ersten Schritt zu machen. Die Furcht hat immer große Augen.

Ohne Mut ist das Wissen unfruchtbar sagte Baltasar Gracian Y Morales und mittlerweile war ich mit der Behauptung auch einverstanden. Was wäre aus der Idee einer fahrenden Dampfmaschine geworden, hätte der Erfinder Angst vor einer Blamage gehabt? Wir hätten viel später den ersten Zug bestiegen und wären viel länger mit Pferdefuhrwerken unterwegs gewesen

So habe ich mit dem Blog begonnen. Ich werde nicht abstreiten, dass ich kein Profi bin, aber eins ist sicher: Der Blog hängt mir am Herzen und das ist am Wichtigste, nicht wahr? wie damals Albert Einstein sagte: Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. Hiermit beende ich meine Rede 🙂

 

Leave a Comment