Keine Zeit, keine Kochfähigkeiten, keine Inspiration, Kochunlust, zu teuer, kochen für sich selbst lohnt sich nicht oder macht keinen Spaß: die Ausreden, die ich meistens höre, wenn ich Leute von einer ausgewogenen Ernährung ohne Fertigprodukte überzeugen möchte…

Vielleicht betrifft es auch Dich. Dann kannst Du es umso mehr nachvollziehen, dass es besonders nach einem langen Tag im Büro verlockend ist, sich schnell ein Take-Away-Gericht mitzunehmen oder eine Tiefkühlpizza in den Ofen zu schieben, statt daran zu denken, etwas selbst zu kochen… Leider sind die Gerichte, die man nicht selbst zubereitet, niemals so gesund wie die, die Du selbst machen würdest… sicherlich ist Dir das auch ganz bewusst. Meistens weißt Du aber nicht welche Alternativen zu den fertigen billigen und schnell zu erreichenden Produkten Du benutzen solltest. Dazu bist Du voll überzeugt, dass alles Andere nicht so gut schmecken wird… stimmt es? Das Erste was Dir in dem Fall einfällt, ist Google, wo Du auf verschiedene Blogs stoßen wirst, um Dich inspirieren zu lassen. Bedauerlicherweise überkommt Dich aber hier die erste Entmutigung: Lange komplizierte Rezepte voller unbekannter Zutaten können sehr schnell abschrecken, oder?
Aber muss es wirklich so sein? Natürlich nicht!

Weiß Du, was am schwierigsten bei etwas Neuem oder bei Veränderungen ist?
Der Verzicht auf die Komfortzone!!

Meistens brauchst Du Dir einfach, wie ich es bereits in meinem letzten Post geschrieben habe nur etwas einfallen zu lassen, statt Dich von Anfang an entmutigen zu lassen. Zum Beispiel, wenn Du ein oder mehrere Produkte nicht hast, bedeutet das nicht, dass Du aufgeben musst. Ich weiß jedoch, dass es nicht für jeden so easy sein kann. Aus diesem Grund möchte ich Dir heute einen Gefallen tun und zeigen, dass es auch unkomplizierte, billige und schnelle Rezepte gibt.

Was kannst Du essen, damit es nicht schwer und zeitaufwändig ist, aber gleichzeitig Deine Hunger-Attacken verhindert und Dich dabei bis zur nächsten Mahlzeit satt hält? Bei mir funktioniert es mit Joghurt und Obst- am besten jedoch mit einer Kombi von beidem.

Ich habe ein paar Variationen, die ich am liebsten esse und die ich mir selbst ausgedacht habe, um mein Essen reich und lecker zu gestalten.
Heute möchte ich Dir die erste Option vorstellen und zwar Natur-Joghurt mit Chia-Samen und gebratenem Apfel, Zimt und Nüssen!
Lecker! Sowohl als Frühstuck als auch als Nachtisch ☺

 

Natur-Joghurt mit Chia-Samen und gebratenem Apfel, Zimt und Nüssen!

 

Zutaten für zwei Personen

1 großer Apfel (oder zwei kleine)
2-3 Esslöffel Chiasamen (je mehr desto dicker die Konsistenz)
250 ml Naturjoghurt
1 Esslöffel Walnüsse
1 Esslöffel getrocknete Cranberry
2 Esslöffel Kürbiskerne und Sesam
Zimt (falls Du magst kannst Du auch gemahlene Nelken und Kardamom dazu geben)

Zubereitung

Apfel schälen, reiben und in eine Pfanne geben. Danach mit Zimt bestreuen und einen Moment mit den Kürbiskernen und Sesam braten lassen.

Chiasamen unter den Joghurt mischen.
Obendrauf den fertigen Apfel, die Cranberrys und die Walnüsse legen.

Damit die Chiasamen quellen können, am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Tipps:

Damit der Apfel saftiger ist, am bestem beim braten ein bisschen Wasser beimischen und auskochen lassen.
Du kannst natürlich alle anderen Nüsse benutzen.
Falls Du den Apfel warm essen möchtest am besten vorab nur Joghurt mit Chia im Kühlschrank quellen lassen und direkt vor dem Essen den warmen Apfel hinzugeben.
Wie ich oben erwähnt habe, eignet sich die Kleinigkeit als Frühstuck oder Nachtisch. Deshalb: Falls Du es zur Arbeit oder in die Uni mitnehmen möchtest, am besten in einem Glas mit einem Deckel einen Tag vorher zubereiten.

Zimt und seine Macht

Zimtsterne und Spekulatius, Glühwein und Punsch… Ich bin mir sicher, dass einige mit Zimt meistens nur Weihnachten verbinden und gerade zu der Zeit ist er eines der beliebtesten Gewürze – diesen Beitrag schreibe ich aber nicht, weil mir weihnachtlich zumute wäre (obwohl das heutige Wetter super passen würde – draußen ist es doch arg kalt) sondern, weil ich Zimt das ganze Jahr über liebe und fast jeden Tag benutze. Eigentlich kann ich mir kaum eine Küche ohne dieses Gewürz vorstellen.

Das bräunliche Pulver ist aber nicht nur aromatisch, sondern hilft nachgewiesen auch gegen einige Krankheiten… Bereits seit Urzeiten werden dem Zimt liebesförderliche Eigenschaften nachgesagt.
Einen hohen Stellenwert hat er vor allem für Ayurveda – so wird er sowohl in der Ernährung als auch bei bestimmten Störungen (zum Beispiel Wechseljahresbeschwerden) empfohlen. Auch in der traditionellen Chinesischen Medizin wird er als Heilmittel, beispielsweise bei innerer Kälte, Anspannung und Kreislaufschwäche verwendet. Daneben wird Zimt auch in der Aromatherapie vor allem wegen seiner stärkenden, erwärmenden sowie Inspiration und Kreativität anregenden Wirkung eingesetzt.

Was kann dann Zimt?

Zimt: Verwendung und Inhaltsstoffe

  • dient vor allem als Gewürz, aber auch als Aromastoff und Heilmittel:
  • ein besonders hoher Gehalt an Antioxidantien (Körperzellen vor freien Radikalen – Schutz und positive Auswirkung auf Immunsystem)
    Die Einnahme von 120 Milligramm Zimt am Tag senkte das “schlechte Cholesterin” LDL und half sogar das “gute Cholesterin” HDL bei Diabetes Typ 2 Patienten zu erhöhen.
    Durch seinen Inhaltsstoff MHCP hat Zimt eine insulinähnliche Wirkung und kann so den Blutzuckerspiegel senken.

Außerdem:

  • Aufgrund seiner desinfizierenden Eigenschaften wird er als Zusatz von Wischwasser und von Einlegesohlen empfohlen.
    Eugenol, das in den Zimtblättern eine höhere Konzentration aufweist (und nach Gewürznelken riecht) wird in der Zahnmedizin als schmerzstillendes und antibakterielles Mittel verwendet.

MERKE!

Zimt ist nicht gleich Zimt!

Wirtschaftlich genutzt werden allerdings nur zwei Arten, das ist zum einen Zeylonzimtbaum (Cinnamomum zeylanicum) und zum anderen der Cassia – Zimtbaum (Cinnamomum aromaticum).

Beide gehören der Familie der Lorbeergewächse an, sie sind jedoch nicht gleich! Cassia-Zimt (China-Zimt) ist zwar der günstigere, aber dadurch auch qualitativ minderwertiger. Ist etwas schärfer im Geschmack, sieht gleich aus, und hält sein Aroma sehr lange. Allerdings enthält der Cassia-Zimt in höherer Menge Cumarin.

Cumarin ist ein natürlich vorkommender Stoff, der eigentlich in vielen Pflanzen (Gräser, Klee, Waldmeister, Tonkabohne) enthalten ist. In höherer Konzentration kann er aber zu gesundheitlichen Schäden führen; angefangen bei Kopfschmerzen bis hin zu Leberproblemen. Deshalb sollten Menschen, die viele Zimtprodukte zu sich nehmen und viel mit Zimt würzen, auf jeden Fall Ceylon-Zimt bevorzugen. Er ist nämlich die hochwertigere und feinere Zimart. Was ihn besonders macht, er enthält im Vergleich zu Cassia-Zimt fast kaum Cumarin und ist daher für die Gesundheit unbedenklich…Aus diesem Grund ist er aber sehr viel teurer.

Die Frage ist jedoch, ob die billigen Produkte wirklich immer rentabel sind? Du gibst zwar weniger Geld aus, aber du gewinnst nichts dadurch… und schadest im Gegenteil sogar durch die niedrigere Qualität deiner Gesundheit… ist das nicht eher Geldverlust…?

Die Entscheidung gehört Dir!

    2 Comments

  1. Anja 2018-03-17 at 21:02 Reply

    Liebe Jagoda,
    vielen Dank für dieses Rezept! Seit ein paar Tagen begleitet es mich beim Start in den Tag und inzwischen wollen alle etwas davon haben, sodass ich mittlerweile abends 3 Portionen vorbereite. Das Beste daran ist, dass wir es morgens einfach nur aus dem Kühlschrank holen müssen und ein super ausgewogenes Frühstück genießen können, das uns auch noch bis zum Mittagessen sättigt.

    • Jagoda 2018-03-18 at 18:34 Reply

      Hallo Anja,

      lieben Dank für deinen Kommentar. Du kannst dir nicht vorstellen, wie große Freude es für mich ist, dass ich sowohl dich als auch deine Familie von dem Rezept uberzeugen könnte. Und wenn ich weß, dass du daraus noch eindere Vorteile ziehen kannst freue ich mich umso mehr!
      Beste Grüße!

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